Schwarze Zahlen 2012 - Innovationsbilanz des KIT

Die Innovationskraft einer Organisation ist ein Maß für ihren Erfolg. Doch wie lässt sich diese Kraft messen? In Wissenschaftseinrichtungen entstehen Innovationen auf ganz unterschiedlichen Wegen mit vielfältigen Zielen. Für das KIT mit der Kombination aus Großforschungs- und Universitätsbereich ist das eine große Herausforderung, vor allem wenn es darum geht, aussagekräftige Kennzahlen aus beiden Bereichen zu kombinieren. Eine absolute Zahl zur Innovationsstärke gibt es nicht. Trotzdem will das KIT sich messen: Es existieren international gebräuchliche Indikatoren, die einen Anhaltspunkt zur Innovationsleistung geben können. Eine Interpretation ist jedoch nicht ganz einfach, da diese Indikatoren nur im Zusammenhang mit weiteren Zahlen aussagekräftig sind. Die Darstellung der folgenden Zahlen sind die wesentlichen Indikatoren nach drei Jahren KIT.

Die wissenschaftlichen Institute und viele Personen am KIT arbeiten kontinuierlich an einem sinnvollen Ausbau dieser Kennzahlen und einer Steigerung der Einnahmen für das KIT. Bei der Verwertung des geistigen Eigentums werden sie vom KIT-Innovationsmanagement unterstützt, das nach internationalem Vorbild als eine One-stop-agency agiert. Die Rückflüsse an das KIT können in neue Potenziale investiert werden – ein Generationenvertrag, der die Basis für Neuland schafft.

 

Intellectual Property

 

 

Etwa 40 bis 50 Prozent der Erfindungsmeldungen werden vom KIT zum Patent angemeldet und rund 20 Prozent direkt an Industriepartner übertragen (nicht abgebildet). Die restlichen Erfindungsmeldungen versprechen zunächst keinen ausreichend wirtschaftlichen Wert, der ein kostenintensives internationales Anmeldeverfahren lohnend erscheinen ließe.

Der Fokus bei der Anmeldung von Patenten liegt auf Qualität und nicht auf Quantität. Der Patentbestand stellt daher zunächst keinen Anhaltspunkt für die innovative Leistung dar. Ein Faktor, der dafür besser geeignet ist, ist die Verwertungsquote der Schutzrechte (berechnet aus Lizenzverträgen und Verkäufen), die am KIT mit 60 Prozent hoch liegt.

 

Technologieverwertung und Rückflüsse

 

Lizenzierung oder Übertragung ermöglichen die Nutzung von Know-how und Schutzrechten durch Dritte. Patente schaffen auch die Technologiebasis und Sicherheit am Markt für KIT-Spin-offs und ihre Investoren.

Einnahmen und Gründungen sind jedoch nur eingeschränkt planbar, da sie mehrheitlich den Markteinflüssen unterliegen. In der Regel arbeitet man weltweit in diesem Bereich wirtschaftlich, hat aber nur mit einem kleineren Teil der Patente und Spin-offs überproportionalen Erfolg.

 

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