Neuland

NEULAND – Der Innovationstag am KIT

Gründerausstellung

Fünf der ausstellenden Teams präsentieren ihre Geschäftsideen auch beim Gründerpitch und versuchen Jury und Publikum zu überzeugen:

  • Team 1: Aura
  • Team 2: auvisus
  • Team 3: Cepri
  • Team 4: Kamedi
  • Team 5: RoomPriceGenie

Aura

Aura ist der revolutionäre Schlaf-Coach, mit dem man seinen Schlaf messen, verstehen und verbessern kann. Hierfür kombiniert das Start-up ein komfortables Sensor-Kopfband, künstliche Intelligenz und Crowdsourcing. Im Gegensatz zum Schlaflabor ist bei Aura keine komplizierte Verkabelung notwendig, um über 20 Schlafparameter exakt zu bestimmen (u.a. Schlafphasen, Atmung, Herzaktivität, Bewegung, Schlafumgebung). Aufgezeichnete Messdaten werden verschlüsselt und drahtlos an die Aura-App übertragen.

Diese erkennt Schlafprobleme und stellt sie für den Nutzer verständlich dar. Mit Hilfe der Community werden systematisch neue Behandlungsmethoden für Schlafprobleme identifiziert und dann für jeden Nutzer individuell und automatisiert aufbereitet. Ziel des Start-ups ist es, ein Unternehmen aufzubauen, das den Umgang mit gesundheitlichen Problemen grundlegend verändert. Bio-Sensorik, künstliche Intelligenz und die Ableitung neuartiger Behandlungsmethoden bilden hierfür den Grundstein.

auvisus

Zwei Milliarden Essen werden jedes Jahr in Betriebsrestaurants in Deutschland manuell kassiert. Dies führt nicht nur zu langen Wartezeiten für Essensgäste, sondern verursacht auch hohe Kosten für die Betreiber. Für die Gemeinschaftsgastronomie muss eine Lösung gefunden werden, die Personalkosten spart und einen höheren Umsatz in Stoßzeiten ermöglicht.

Das Start-up auvisus ermöglicht durch künstliche Intelligenz in der Bildverarbeitung eine Automatisierung des Kassiervorgangs. Das Tablett wird unter der Kamera platziert, der Algorithmus erkennt und klassifiziert die Gerichte auf dem Tablett und es kann komplett automatisiert bezahlt werden.

Cepri

Die Viehzucht zählt zu einer der Hauptursachen des Klimawandels. Gleichzeitig wird erwartet, dass der globale Bedarf an tierischen Proteinen in den kommenden Jahren drastisch ansteigen wird. Anliegen von Cepri ist es daher, nachhaltige Nahrungsmittelressourcen aus essbaren Insekten zu nutzen. Insekten benötigen weniger Futter, beanspruchen weniger Nutzfläche und emittieren weniger Treibhausgase als konventionelle Nutztiere.

Die Larven des Mehlkäfers eignen sich aufgrund ihrer Aminosäurezusammensetzung besonders gut als Proteinquelle für den Menschen. Zur Optimierung der Insektenzucht hat das Start-up den Minilivestock Printer entwickelt. Dieses Erntesystem erlaubt es, die Eilege-Effizienz der Insekten zu überwachen und die Entwicklungszyklen zu synchronisieren. Durch die Futterrezepturen von Cepri lässt sich zudem die Nährstoffzusammensetzung der Produkte an Kundenwünsche anpassen. Aus den Larven stellt das Start-up Protein- und Fettisolate sowie Insektenmehl durch einen von ihnen entwickelten Weiterverarbeitungsprozess her. Aus anfallenden Nebenprodukten kann Dünger und Chitin hergestellt werden.

Heat_it (Kamedi)

So schön der Sommer auch ist, einen entscheidenden Nachteil hat er: juckende Mücken- und schmerzende Wespenstiche. Glücklicherweise gibt es zur Symptombehandlung das wissenschaftlich nachgewiesene Prinzip der Hyperthermie – die Behandlung mittels Wärme. Verfügbare Produkte konnten die Gründer von Kamedi nicht überzeugen und so haben sie den heat_it Realität werden lassen. Der heat_it ist ein Add-on für das Smartphone, um Insektenstiche zu behandeln.

Er ist so robust und kompakt, dass man ihn immer zur Hand hat, gerade bei Aktivitäten im Freien wie Wandern oder der Radtour zum Badesee. Im Bedarfsfall wird er vom Schlüsselbund genommen und in das Smartphone gesteckt. Über die App lässt sich die Behandlung individuell beispielsweise nach Stichursache (Mücke, Wespe, Bremse etc.) oder Empfindlichkeit einstellen und er funktioniert ausschließlich mit Wärme, ohne Chemie. So ist er perfekt auch für Kinder geeignet. Nach der Gründung im Oktober 2018 befindet sich der heat_it im Zulassungsprozess als Medizinprodukt und soll im Frühjahr 2020 auf den Markt kommen.

prenode

Unternehmen nutzen Künstliche Intelligenz (KI), um auf Grundlage vorhandener Daten bessere Entscheidungen treffen zu können. Hierbei lösen Unternehmen der gleichen Branche immer wieder dieselben Probleme wie die Vorhersage von Verkaufszahlen, die Identifizierung von Betrugsfällen oder der Analyse von Kundenverhalten. Die Entwicklung ist kostenintensiv und die entwickelte KI ist lediglich auf begrenzte Daten trainiert. prenode nutzt innovative Technologien, um KI auf verteilten Datensätzen unternehmensübergreifend zu entwickeln.

In Partnerschaft mit Industrieplattformen schafft prenode einen Knotenpunkt, der es ermöglicht, KI bei einem Unternehmen zu trainieren und auf den Daten anderer Unternehmen weiterzuentwickeln. Die entwickelte KI wird dabei allen beteiligten Unternehmen zur Verfügung gestellt. Teilnehmer profitieren dadurch von genaueren Vorhersagen, einer reduzierten Entwicklungszeit und die vorhandenen Daten werden zu keinem Zeitpunkt den anderen Teilnehmern offenbart.

RoomPriceGenie

Größere Hotels und Ketten ändern ihre Zimmerpreise bereits wie Fluggesellschaften. Vollzeit Revenue Manager nutzen oft mehrere Analytics-Lösungen, um auf Basis einer Vielzahl von Datenquellen Zimmer- preise zu berechnen. Die Verlierer dieses Trends sind unter anderem kleinere Hotels, B&Bs oder Hostels, die die Preise oft nur saisonal ändern oder viel Zeit mit Excel verbringen. So verliert die Zielgruppe von RoomPriceGenie entweder Gäste, wenn die Preise zu hoch sind, oder Umsatz, wenn die Preise zu niedrig sind – meistens ganz unbemerkt. 

In den letzten Jahren fand daher eine Verschiebung des Gesamtumsatzes von Klein zu Groß statt. RoomPriceGenie hat einen Algorithmus entwickelt, der auch für kleinere Hotels automatisiert und in real-time optimale Preisempfehlungen gibt. Diese kann der Hotelier mit einem Klick hochladen, und sobald er dem Start-up vertraut, auf Auto-Pilot stellen. Pro Tag verarbeitet RoomPrice-Genie zehntausende Datenpunkte pro Kunde. Im Durchschnitt erzielen die Kunden 15 % mehr Umsatz, was aufgrund der hohen Fixkosten zu einer Verdopplung des Gewinns führen kann. Der Fokus des Start-ups liegt auf einer super einfachen User Experience.

thingsTHINKING

Unternehmenswissen liegt häufig in unstrukturierten Dokumenten wie Ausschreibungen, Dokumentationen und Standards vor. Diese stetig wachsende Informationsmenge muss von Fachexperten mit großem Zeitaufwand und unter Zeitdruck gesichtet werden – eine maschinelle Auswertung ist mit gängigen Werkzeugen umständlich oder gar unmöglich. thingsTHINKING entwickelt und vertreibt die KI-Plattform Semantha, die dieses Wissen erschließt und automatisiert nutzbar macht.

Semantha macht Wissen auffindbar, liest und versteht Texte, erinnert sich an ihre Bedeutung und bereitet Entscheidungen vor oder gibt Handlungsempfehlungen. Als intelligenter Zuarbeiter erleichtert Semantha damit den Arbeitsalltag von Experten in vielerlei Branchen: Versicherungen, Steuerberater und Anwälte profitieren genauso von der Unterstützung wie Ingenieure bei Maschinenbauern und Automobilzulieferern. Die theoretischen Grundlagen entstammen der Forschung in den Bereichen Computerlinguistik, Softwaretechnik und KI. Die Gründung der thingsTHINKING erfolgte im Februar 2017, der breite Markteintritt begann Mitte/Ende 2018.

Simutence

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Materialien benötigen Faserverbundbauteile bei der Auslegung neben den Materialkennwerten auch Informationen über die Mikrostruktur, da diese maßgeblich für die mechanischen Eigenschaften verantwortlich ist. Hierbei haben die Fasern mit ihren lokalen Eigenschaften den größten Einfluss. Da diese hauptsächlich durch den Herstellungsprozess beeinflusst werden, ist die Vorhersage der Fertigung eine elementare Voraussetzung für die robuste strukturelle Auslegung von Faserverbundwerkstoffen.

 

 

SIMUTENCE bietet hierfür deutlich verbesserte Simulationsansätze für die industriell relevanten Herstellungsprozesse in Kombination mit einer virtuellen Prozesskette an. Dies ermöglicht die rein virtuelle Vorhersage relevanter Fertigungseffekte, welche durch die virtuelle Prozesskette in der strukturellen Auslegung berücksichtigt wird. Hierdurch kann die Herstellbarkeit schon in frühen Entwicklungsstadien abgesichert werden. SIMUTENCE bietet die virtuelle Prozesskette in Form von Ingenieursdienstleistungen und Zusatzmodulen für kommerziell verfügbare Simulationssoftware an.