Neuland

Innovationskennzahlen des KIT

Geistiges Eigentum der wissenschaftlichen Beschäftigten am KIT

Geistiges Eigentum in Form von Schutzrechten wie zum Beispiel Patenten – Intellectual Property (IP) – ist, neben ungeschütztem Know-how, eine Basis für Innovationsprojekte mit anschließenden Einnahmen für das KIT. Somit sind die Kennzahlen rund um IP ein Signal für die Kreativität und Innovationskraft einer Einrichtung. Sie müssen aber auch im Zusammenspiel mit anderen beeinflussenden Faktoren betrachtet werden, wie zum Beispiel dem jährlichen Patentbudget oder dem strategischen Fokus einer Einrichtung.

Patentanmeldungen

Ein recht hoher Anteil von etwa 65 Prozent des Schutzrechtsbestands am KIT ist bereits in Lizenz bzw. FuE-Verträgen verwertet. Von den verbleibenden 35 Prozent ist wiederum ein Teil in öffentlich geförderten Projektanträgen als Background gebunden.

Schutzrechtsbestand

Die „freien“ Schutzrechte bieten offene Möglichkeiten für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem KIT und Unternehmen. Für diese Technologieangebote werden unter dem Motto RESEARCH TO BUSINESS Partner aus der Industrie zur gemeinsamen Weiterentwicklung gesucht.

Einnahmen und Rückflüsse

Die Einnahmen und Rückflüsse des KIT aus Lizenzverträgen sind ebenso volatil wie die Zahlen der Erfindungsmeldungen, der laufenden Innovationsprojekte oder der Gründungen. Um die lizenzbasierten Einnahmen und auch jene aus Industrieprojekten zu steigern, erarbeitete das KIT im Rahmen seiner Dachstrategie KIT 2025 eine übergeordnete Innovationsstrategie. Die darin definierten Maßnahmen und Instrumente sollen in den kommenden Jahren sukzessive eingeführt und gestärkt werden..

IP-Basierte Lizenzeinnahmen

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 17 Lizenzverträge, welche erstmalig für eine Technologie abgeschlossen wurden, unterzeichnet. Diese Zahl beinhaltet nicht die Verkäufe von Schutzrechten oder sonstige Überlassungen im Rahmen von Verträgen zu Forschungs-und Entwicklungskooperationen oder -aufträgen. Insgesamt hält das KIT zum Ende des Jahres 2018 343 laufende Lizenzverträge, aus denen sich in einem breiten Spektrum Einnahmen ergeben – von kleineren Beträgen bis zu mehreren 100.000 Euro pro Jahr. Basis für die Zahlen dieser Seite: Innovationskennzahlen des KIT gemäß Pakt-Bericht der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren zum Pakt für Forschung und Innovation.

Gründungen und Beteiligungen

Das KIT bündelt seine Aktivitäten im Bereich Gründungsförderung seit 2013 in der KIT-Gründerschmiede. Erklärte Ziele sind, den unternehmerischen Geist bei Beschäftigten und Studierenden zu wecken und zu stärken sowie die vorhandenen Potenziale zu aktivieren und diese – durch vielfältige Möglichkeiten – zu erfolgreichen Ausgründungen weiterzuentwickeln. Dazu werden fortlaufend neue Services und Veranstaltungsformate entwickelt, erprobt und optimiert sowie zahlreiche lokale und nationale Netzwerkpartner in die Arbeit eingebunden. Die positiven Effekte der Gründerförderung führen unter anderem dazu, dass das KIT im national erhobenen Gründungsradar des Stifterverbands 2018 den dritten Platz belegt hat und als eine der Vorzeigeuniversitäten für Gründungsunterstützung gilt.

Unternehmensbeteiligungen an Spin-Offs

Die im Innovationsmanagement verankerte Aufgabe Unternehmensbeteiligungen wird sukzessive weiterentwickelt. Die fortlaufende Professionalisierung des Beteiligungsmanagements zielt darauf ab, die Zahl und Betreuung der Beteiligungen an jungen Unternehmen auszubauen sowie die Dienstleistungen, im Rahmen eines Portfoliounternehmen zu optimieren.

Transfer über Köpfe

Der Transfer qualifizierter Fachkräfte aus Universitäten und Forschungseinrichtungen in die Wirtschaft wird am KIT nicht als direkte Innovationskennzahl gesehen, jedoch als wichtiger Indikator für die Wahrnehmung der Innovationsfähigkeit von außen. Unternehmen profitieren davon, wenn Studierende und Promovierende hochqualifiziert ausgebildet werden und dabei schon früh mit Anforderungen und Problemstellungen der Industrie in Berührung kommen.

*Basis für die Zahlen: Jahresabschlüsse des KIT 2014-2017 sowie Prognose Jahresabschluss 2018