Neuland

Das ist NEULAND

Prof. Dr. Thomas Hirth
Prof. Dr. Thomas Hirth (©Matthias Heyde/Fraunhofer)

2016 haben etwa 700 Gäste den Innovationstag am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) besucht. In Workshops und Seminaren, beim Gründerpitch oder dem Innovationswettbewerb des KIT und nicht zuletzt bei einer inspirierenden Keynote des Vorstandsvorsitzenden der Daimler AG, Dr. Dieter Zetsche, konnten die Besucher die lebendige Innovationskultur und das Wir-Gefühl auf dem Campus des KIT erleben.

Diese Kultur ist ein wichtiger Aspekt, wenn man über Innovation an Universitäten und Forschungseinrichtungen spricht. Wir müssen Innovationen dadurch ermöglichen, dass wir unternehmerisches Denken und Handeln fördern und den Technologietransfer in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft tagtäglich leben.

Das KIT beschreitet dabei einen guten Weg – Inkubatoren für Gründungen oder Seed-Finanzierung, strategische Partnerschaften und gemeinsame Forschungs- und Innovationsprojekte mit der Industrie sind integraler Bestandteil des Technologietransfers am KIT. Zukünftig wollen wir mit unserer neuen Innovationsstrategie neue Ideen entwickeln und Meilensteine setzen, größer denken und mutiger werden.

Dabei geht es auch darum, den Innovationsgeist bei Studierenden und Mitarbeitenden des KIT in der Forschung, Verwaltung und Management zu schaffen. Dafür bedarf es nicht nur der Schaffung geeigneter finanzieller und administrativer Rahmenbedingungen, sondern vor allem den Freiraum für Kreativität, die Vernetzung der Akteure sowie ein partizipatives Miteinander bei der Weiterentwicklung der Innovationsangebote und -instrumente. Im Zusammenspiel mit der Wirtschaft geht es dann darum, als Partner für den Ausbau bestehender und die Etablierung neuer Geschäftsfelder sichtbar zu sein. Letztendlich sollen Innovationen aber auch Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft aufzeigen.

Um dies zu erreichen, pflegen und intensivieren wir den Austausch zwischen dem KIT, seinen Studierenden und Beschäftigten, den Gründern, der Industrie, der Gesellschaft, sowie allen regionalen, nationalen und internationalen Akteuren und Interessierten und schaffen damit den nötigen Raum für Innovationen. Dieser Dialog fördert nicht nur das Bewusstsein für Innovationen, sondern verfolgt insbesondere ein wichtiges Ziel für die Aktivitäten des KIT – Mehr Innovationen für Wirtschaft und Gesellschaft.

Prof. Dr. Thomas Hirth
Vizepräsident für Innovation und Internationales

NEULAND am KIT

Innovation heißt Neuland schaffen. Aber was bedeutet Neuland für das KIT? Neue Märkte, Produkte, Technologien und Dienstleistungen. Ideen, die unser Leben zum Besseren verändern und helfen, die Ressourcen unserer Erde nachhaltig zu schützen. Wir betreten nicht nur Neuland – wir erschaffen es. Alles beginnt mit einer Idee. Sie entsteht in den Laboren und Versuchsräumen der 150 wissenschaftlichen Fachinstitute am KIT. Sie entsteht aus dem Wissen um die vielzähligen Herausforderungen, die in allen Bereichen unseres Lebens gelöst werden müssen: von der Deckung gesellschaftlicher Grundbedürfnisse bis zur Formulierung neuer Produkte, Dienstleistungen und Herstellungsverfahren für die Zukunft.

Der bekannte Satz des ehemaligen Institutsdirektors am früheren Forschungszentrum Karlsruhe und späteren Siemens-Vorstands Karl Heinz Beckurts (1930-1986) thematisiert die enorme Bedeutung von Innovationen für Gesellschaften und Wirtschaftsstandorte: „Innovationsstärke wird mehr als früher zum Schlüssel einer höheren Wettbewerbsfähigkeit. Die Hälfte aller Produkte, die wir in fünf Jahren verkaufen wollen, müssen wir erst entwickeln“. Deshalb besteht eine der zentralen Aufgaben des Karlsruher Instituts für Technologie darin, die Ideen der Forscher an den Markt zu bringen.

Es existieren viele Wege von Erfindungen, Know-how oder technischen Entwicklungen aus dem KIT an den Markt. In Auftragsforschungsprojekten können konkrete Fragestellungen der Industrie gelöst werden. In Kooperationen und Drittmittelprojekten wird mittelfristig gemeinsames Know-how aufgebaut und transferiert. In Technologietransferprojekten gehen Wissenschaft und Wirtschaft eine schutzrechtsbasierte Partnerschaft mit dem Ziel ein, neue Produkte gemeinsam zu implementieren.

Kern der vielen Projekte am KIT sind einerseits die Ideen, die das Potenzial zur Lösung haben und andererseits die Personen, die diese Ideen haben und sie weiterentwickeln. Dazu gehören KIT-Wissenschaftler, Entwickler, Projekt- und Innovationsmanager ebenso wie ihre Partner in den Unternehmen. Das Entstehen der Potenziale, die Entwicklung von Projekten und der Erfolg ihrer Produkte sind die Geschichten von Wertschöpfung, die den Begriff Innovation am KIT gestalten.

NEULAND stellt Ihnen einige ausgewählte Innovationsgeschichten des KIT vor.