Neuland

NEULAND – Der Innovationswettbewerb

Aussichtsreiche Technologien können bereits im frühen Entwicklungsstadium ihr Marktpotenzial zeigen. Daher ruft das KIT jährlich seine wissenschaftlichen Beschäftigten zum NEULAND – Innovationswettbewerb auf. Der Innovationswettbewerb gliedert sich in den Ideenwettbewerb und den Sonderpreis. 

NEULAND – Ideenwettbewerb

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs werden kreative Ideen und Konzepte am KIT gesucht, die sowohl ein hohes Marktpotenzial haben, als auch eine zeitnahe Umsetzung als Transferprojekt zulassen. Die besten Forschungsprojekte oder Ideen werden mit einem Preisgeld von 3.000 Euro belohnt.

Die Preisträger des NEULAND-Ideenwettbewerbs erhalten die Möglichkeit, zukünftig über den KIT-internen NEULAND-Innovationsfonds gefördert zu werden.

Teilnahmekriterien

Die Teilnahme erfordert die Erfüllung folgender Wettbewerbskriterien:

  • Projektideen müssen auf KIT-Know-how basieren und den Technologietransfer zum Ziel haben
  • teilnahmeberechtigt sind Beschäftigte und Doktoranden des KIT
  • Auswahlkriterien für den Preis sind u.a. Kreativität und Innovationshöhe, Marktnähe und -größe sowie der Nutzen für die Gesellschaft

Die Bewerbungsfrist für den Ideenwettbewerb 2017 ist bereits verstrichen. Bewerbungen für den Ideenwettbewerb 2018 sind voraussichtlich ab Herbst 2017 möglich.

NEULAND – Sonderpreis

Erfolgreiche Ideen, die in Kooperation mit Industriepartnern zu Transferprojekten weiterentwickelt wurden, nehmen automatisch an der Vergabe des NEULAND – Sonderpreises statt. Die Auszeichnung ehrt den aussichtsreichen Technologietransfer des vergangenen Jahres mit einer Prämie in Höhe von 3.000 Euro.

Nominiert werden Technologien, die im abgelaufenen Kalenderjahr erstmalig an einen Industriepartner weitergegeben wurden.*

*Berücksichtigt werden Transfers über Lizenz- oder Kaufverträge zu gewerblichen Schutzrechten oder Software; nicht berücksichtigt werden Verkäufe oder sonstige Überlassungen im Rahmen von Verträgen zu F&E-Kooperationen oder F&E-Aufträgen mit Dritten. Die Nominierung erfolgt automatisch durch die Dienstleistungseinheit Innovations- und Relationsmanagement (IRM).

Wettbewerbsjury

Die sechsköpfige Jury mit Vertretern aus Forschung und Industrie begutachtet die Nominierten des Innovationswettbewerbs NEULAND und entscheidet somit über die Gewinner des Ideenwettbewerbes und des Sonderpreises.

Grundlage für die Bewertung des Innovationspotenzials sind Faktoren wie der Innovationsgrad, die Umsetzbarkeit sowie das Kommerzialisierungspotenzial.

Ulrich Begemann, Leiter Neue Technologien bei der Voith GmbH

Ulrich Begemann ist als Leiter Neue Technologien bei der Voith GmbH zuständig für die Suche, Bewertung und Betreuung von längerfristigen Geschäftsfeldoptionen. Er war zuvor in zahlreichen operativen Funktionen bei Voith Paper tätig, u.a. 10 Jahre zuständig für F&E an grafischen Papiermaschinen. Er hat Erfahrung mit und Interesse an der Methodik zur Bewertung von Geschäftsideen in der frühen Phase.

Norbert Fröhlich, Leiter der Produktentwicklung bei der Firma Pilz GmbH & Co. KG

„Technologische Ideen und das Wissen was dem Kunden einen tatsächlichen Nutzen bringt, sind für mich zwei wichtige Voraussetzungen um erfolgreiche Produkte zu entwickeln und als Technologieführer ganz vorn mit dabei zu sein. Das KIT als Brutstätte technologischer Ideen und als Brückenbauer zwischen Forschung und Wirtschaft kann uns hier wertvolle Impulse liefern.“

Dr. Rolf Leonhard, Aufsichtsratsvorsitzender der Bosch Engineering GmbH

Rolf Leonhard war 30 Jahre Entwicklungsingenieur bei Daimler und Bosch, davon 12 Jahre als Bereichsvorstand für die Entwicklung von Benzin- und Dieselsystemen. In dieser Zeit hat er Innovationen wie Common Rail, Benzin-Direkteinspritzung, Denoxtronic und Hybridantriebe in Serie begleitet. Er ist heute in beratender Funktion für Bosch tätig und u.a. Mitglied im Vorstand der Forschungsvereinigung Verbrennungskraftmaschinen FVV und Vorsitzender des Kuratoriums der KIT-Stiftung.

Dr.-Ing. Rudolf Simon, Technology Manager Batteries, Advanced Technology Facilities, M+W Group

Rudolf Simon studierte Maschinenbau und promovierte am KIT. Er ist seit 1983 bei M+W und war tätig als Leiter Innovation, strategische Geschäftsentwicklung und Geschäftsführer bei der Jenoptik. Er ist einer der Pioniere für Klasse-1-Reinräume für Halbleiterfabriken. Seit 2008 arbeitet er an Fabrikkonzepten für die Großserienfertigung von Lithiumionen-Batterien. M+W Group ist ein internationaler Anlagenbauer für High-Tech-Fabriken. Simon ist stets am gesellschaftlichen Nutzen von Innovationen interessiert.

Axel Weisheit, Direktor Unternehmenskunden bei BW-Bank Baden-Württembergische Bank

Axel Weisheit ist seit 1998 im Bankgeschäft in Stabs-, Risiko- und Vertriebseinheiten, sowie seit 2002 als Direktor im Unternehmenskundengeschäft der LBBW/BW-Bank tätig. Für ihn ist der technologische Wandel über Innovationen die Grundlage zukünftigen Wohlstandes und entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Die BW-Bank ist mit dem KIT eng verbunden (Hausbank, Stiftungsmitglied, gemeinsame Projekte wie z.B. KIC Inno Energy) und unterstützt das KIT gerne beim Wissenstransfer in die Wirtschaft, insbesondere in den Mittelstand.

Dr. Berthold Schaub, stellvertretender Leiter des ABB Forschungszentrums

Dr. Berthold Schaub studierte Elektrische Energietechnik am KIT, wo er am Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik zum Dr.-Ing. promoviert wurde. Seit 1990 war er in der Konzernforschung der ABB in verschiedenen Positionen tätig, u.a. als Abteilungsleiter für Simulationsgestützte Systementwicklung und als global verantwortlicher Programm-Manager für Simulation und Hochleistungsrechnen in der Produktentwicklung. Derzeit ist er als stellvertretender Leiter des ABB Forschungszentrums Ladenburg unter anderem für Innovationsmanagement, Intellectual Property, Kommunikation und Weiterentwicklung der Managementsysteme verantwortlich.

Die Preisträger 2016

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Innovationswettbewerbs NEULAND beim KIT Venture Fest 2016.

Die Innovationspreise 2016 wurden am 29. Juni 2016 von Professor Thomas Hirth und Dr. Jens Fahrenberg beim KIT Venture Fest verliehen. Wir gratulieren allen Preisträgern!

Kategorie Ideenwettbewerb

1. Preis
„Anti-MRSA-Wirkstoffe“
von Prof. Dr. Ute Schepers, Prof. Dr. Stefan Bräse, Bettina Fleck
Institut für Toxikologie und Genetik (ITG)

2. Preis
„Mit Licht gegen Krebs“
von Prof. Dr. Ute Schepers, Prof. Dr. Claus Feldmann, Carmen Seidl und Eva Zittel
Institut für Toxikologie und Genetik (ITG)
Institut für Anorganische Chemie (AOC)

3. Preis
„Simultanes Homogenisieren und Mischen (SHM) bei der Milchverarbeitung“
von Prof. Dr.-Ing. Heike P. Schuchmann und Dr.-Ing. Marc Schlender
Institut für Bio- und Lebensmitteltechnik – Lebensmittelverfahrenstechnik (LVT)

Kategorie Sonderpreis

1. Preis
„Katalytische Epimerisierung und Polymerisation von funktionalisierten Kohlehydraten“
von Dr.-Ing. habil. Jürgen J. Brandner und Dr. Berta Spasova
Institut für Mikroverfahrenstechnik (IMVT)

2. Preis
„NUBERISIM – Wo die Ströme leise fließen“ von Dr.-Ing. Iris Pantle, Dr.-Ing. Balazs Pritz und Carlos Falquez
www.nuberisim.de

3. Preis
„Photonic markers for anti-counterfeiting solutions and plastic sorting“ von Prof. Dr. Bryce Richards, Dr. Ian Howard und Dr. Andrey Turshatov
Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT)