Im nachfolgenden stellen wir Ihnen alle freigegebenen Vorträge unserer Referentinnen und Referenten des Innovationstags 2022 zur Verfügung. Die Reihenfolge orientiert sich am zeitlichen Ablauf des Programms vom Innovationstag. Die Sammlung ist noch nicht vollständig und wird im Laufe der nächsten Tage vervollständigt.

Nachhaltige Innovation, innovative Nachhaltigkeit: mit neuen Ideen in eine gute Zukunft

Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl (Lehrstuhl für Innovations- und Technologie Management, KIT)

Die 'Grand Challenges' verändern Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Möchten wir diesen proaktiv begegnen und die Zukunft mitgestalten, müssen wir uns vorbereiten und gemeinsam handeln. Die Chancen und Potentiale von Innovationen gilt es zu nutzen, um die nachhaltige Entwicklung voranzutreiben und damit eine zukunftsfähige Gesellschaft zu gestalten. Solche übergeordneten Ziele sollten wir in enger Kooperation von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft angehen.

SIL & SUGAR – Die Lehr- und Praxiskooperationsprogramme am KIT für Macher

Dr. Niels Feldmann (Karlsruhe Service Research Institute, KIT) und Prof. Dr.-Ing. Sören Hohmann (Karlsruhe Service Research Institute, KIT)

In diesem Vortrag werden zwei Praxiskooperations- und Lehrformate am KIT vorgestellt, in denen sich Studierendenteams über neun Monate Innovationsherausforderungen stellen und ihr erworbenes Wissen kreativ einsetzen. Dabei bringen sie Problemlösung, Nutzerorientierung, Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang. In beiden Formaten arbeiten Studierende, Forscher und Unternehmen zusammen. Daraus gehen Startup-Ideen bzw. neuartige Angebote für Unternehmen hervor.

Sustainable Engineering #LikeABosch

Dr. Jan-Martin Kaiser (Gruppenleiter Kunststoffforschung, Robert Bosch GmbH) und Cosima Thomas (Abteilungsleiterin Forschung Kunststoffe und Metalle, Robert Bosch GmbH)

Das Thema Nachhaltigkeit ist einer der großen Treiber für Innovationen. Schlussfolgernd nehmen diese auch in der Innovationslandschaft der Forschung und Vorausentwicklung der Robert Bosch GmbH eine wichtige Rolle ein. Der Vortrag beleuchtet das Thema Sustainable Engineering mit dem Ziel einer nachhaltigen Produktentwicklung.

Wasserstoff – aber sicher!

Prof. Dr.-Ing. Thomas Jordan (Institut für Thermische Energietechnik und Sicherheit, KIT)

 

Power-to-X – Schlüsseltechnologie für die Energiewende

Prof. Dr.-Ing. habil. Roland Dittmeyer (Institut für Mikroverfahrenstechnik, KIT)

 

New Work? Neue Arbeitsmodelle für Start-ups?

Linda Theurer (PEC Consulting)

Chef oben, Mitarbeiter unten – das funktioniert schon lange nicht mehr. Wer weiß das besser als Startups? Und doch laufen viele von ihnen Gefahr, sich in ihrem Wachstum oder der Integration im Konzern genau in diese Strukturen zu bewegen. Darum gilt es, die verschiedenen Organisationsformen kennen zu lernen, um bewusst entscheiden zu können, welche passt. Nur wer regelmäßig Gewohntes auf den Kopf stellt und beginnt in Rollen statt Stellen, Kreise statt Linien, Pfirsiche statt Pyramiden, Servant Leaders statt Manager, Mitunternehmer statt Ressourcen, intrinsisch statt extrinsisch …. zu denken, der hat New Work wirklich verstanden.

Sustainability by Design – TRUMPF & KIT als Vordenker im Engineering

Dr. Thomas Schneider (Managing Director Research & Development, TRUMPF Werkzeugmaschinen SE + Co. KG)

Die flexible Blechfertigung von TRUMPF adressiert die rasante Entwicklung im Markt und bietet hierfür technische Lösungen. Um diese Smart factorys der Zukunft auch in ausreichender Geschwindigkeit mit qualitativ hochwertigen Konstruktionen, Soft- und Hardwarelösungen im Bereich Blech bedienen zu können, wurde die Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technik ins Leben gerufen: Das Lern- und Anwendungszentrum (LAZ) und der Designcampus am KIT.

Erst durch den Menschen wird unsere digitale Fabrik intelligent

Manfred Kirchberger (Head of Global Manufacturing & Werkleiter Karlsruhe, Siemens)

Maschinen, Werkzeuge & Prozesse können kopiert werden aber der Handwerker, welche diese entworfen hat, ist der Schlüssel zum Erfolg. Die Zusammenarbeit mit Universitäten, die richtige Kultur und Arbeitsumgebung sind wesentlich. Beispiele zeigen die Verbindung zwischen Innovation, Produktionssystem und Nachhaltigkeit.

Eine Win-Win-Situation für die Nachhaltigkeit und Siemens

Marcus Göhl (Werkleiter Haguenau, Siemens)

Einfachere und günstigere Automatisierung bietet neue Möglichkeiten, auch für einen Make-to Order Hersteller von Sensoren für die Prozessindustie mit einem vielfältigen und niedrigvolumigen Portfolio, die bisher nur der Serienproduktion vorbehalten waren. Zwei Beispiele – eine Big Data Analyse und eine Robotisierung – zeigen diese Win-win Situation: mehr Nachhaltigkeit und Kostenreduzierung.

Chemisches Recycling von Kunststoffabfällen – Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für eine klimaneutrale Kreislaufwirtschaft

Prof. Dr.-Ing. Dieter Stapf (Institut für Technische Chemie, KIT) und Dr.-Ing. Marco Tomasi Morgano (CTO, ARCUS Greencycling Technologies GmbH)

Am KIT wurde ein Pyrolyseverfahren zum chemischen Recycling von gemischten Kunststoffabfällen entwickelt. Die ARCUS Greencycling Technologies GmbH setzt auf das Verfahren und baut eine erste Demonstrationsanlage im Industriepark Höchst bei Frankfurt, um zukünftig die Chemische Industrie mit nachhaltigen Rohstoffen auf Abfallbasis zu versorgen. Wir berichten über die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zur Lösung der Herausforderungen des chemischen Recyclings, eine flexible Schneckenpyrolysetechnologie zum Scale-up in den Demonstrationsmaßstab und den Bau der ersten Industrieanlage auf dieser Basis, um die Wertschöpfungskette vom Abfall zum hochwertigen Chemieprodukt effizient und ökologisch vorteilhaft zu schließen.

Can you teach a machine catalyst discovery? High throughput simulation and high throughput experimentation coupled with the glue of AI

Dr. Sandip De (Quantum Chemistry, BASF SE Ludwighafen) und Prof. Dr. Stephan Andreas Schunk ((Executive Expert – Vice President, hte GmbH)

Im Zeitalter von Big Data und künstlicher Intelligenz sind das Potenzial zur Vorhersage des Verhaltens komplexer chemischer Systeme und die Möglichkeit, mit vollautomatisierten und integrierten Geräten experimentell zu arbeiten, sehr viel attraktiver als traditionelle Arbeitsabläufe. Die größten Herausforderungen sind die Schließung des Informationskreislaufs und die Wahl der richtigen Ansätze in Bezug auf die eingesetzten Algorithmen des maschinellen Lernens. In dem Vortrag werden die Anforderungen diskutiert, die solche digitalen Ansätze in der technischen Katalyse mit sich bringen, und die Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir Experimente durchführen, Daten sammeln und mit den mithilfe von KI gewonnenen Erkenntnissen arbeiten.

Warum wir uns alle jetzt mit Quantumcomputing befassen sollten

David Faller (IBM Vice President Development & Geschäftsführer der IBM Deutschland Research & Development GmbH)

Quantencomputer der IBM sind inzwischen einer breiten Schicht von Wissenschaftlern und Interessierten zugänglich. Seit 2021 steht ein leistungsfähiger Quantencomputer in Ehningen erstmals auch vor Ort zur Verfügung, um dem wachsenden Bedarf an dieser Technologie in Deutschland gerecht zu werden. Weltweit nutzen solche Angebote mehrere hunderttausend Anwender aus unterschiedlichsten Fachbereichen bzw. Industriezweigen. Die dabei verwendete Open-Source Umgebung Qiskit zählt bei Entwicklern zu den leistungsfähigsten und beliebtesten. Der Vortrag vermittelt einen Überblick zum aktuellen Stand der Technik und der zu erwartenden nächsten Schritte. 

Das Pedelec auf dem Prüfstand – Vom E-Antrieb zum digitalen Zwilling

Prof. Dr.-Ing. Martin Doppelbauer (Elektrotechnisches Institut, KIT) und Michael Schmitt (Elektrotechnisches Institut, KIT)

Elektrische Fahrräder, sogenannte Pedelecs, erleben seit Jahren ein ungebremstes Wachstum. Es ist wichtig, die Antriebstechnik simulieren, prüfen und damit optimieren zu können. Das KIT betreibt zwei Prüfstände zur Charakterisierung des gesamten Fahrrades sowie des reinen Antriebsstranges, also Antrieb, Kette, Schaltung. Gemessen werden neben den statischen Kenngrößen auch dynamische Eigenschaften wie z.B. die Reaktion auf Lastwechsel und das Abschaltverhalten über 25 km/h. Mit einem digitalen Zwilling gelingt es, das Fahrverhalten eines Menschen in realistischer Weise nachzubilden und damit die Performance eines Fahrrades noch vor der Existenz eines physikalischen Prototyps vorhersagen zu können.

Start-up Gründung International – Ausblick Indien

Dr. Katja Lasch (Directorin Deutsches Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) Neu Delhi und Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) Außenstelle Neu Delhi)

Eine frühzeitige internationale Orientierung während der eigenen Start-Up Gründung kann helfen, langfristig erfolgreich zu werden und zu bleiben. Welche Möglichkeiten für neue internationale Netzwerke und Partner bieten sich? Welche Angebote gibt es für Gründer, die sich international orientieren möchten? In der Session werfen wir zunächst exemplarisch einen Blick auf einen der dynamischsten Start-up Hubs weltweit: Indien. Darüber hinaus informieren wir über die Angebote der Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser (DWIH) für Gründer aus Deutschland, die in den Innovationshubs in Indien, Brasilien, USA und Japan aktiv werden möchten.

Nachhaltigkeit von der Materialentwicklung bis zum Produkt

Dr. Alexandra Heislitz (Head of Innovation Networks, Freudenberg Technology Innovation) und Prof. Dr.-Ing. Eberhard Bock (Vice President Technology & Innovation, Freudenberg Sealing Technologies)

We support the challenge of largely decarbonizing industry and society in the coming decades through our strategy and innovations. The five topics of materials, waste, energy, emissions and water are of greatest relevance to the Freudenberg Group. In this presentation, we show how Freudenberg Technology Innovation and Freudenberg Sealing Technologies implement sustainability in an exemplary manner for the Freudenberg Group - from materials and production to the product in the application.

„Sustainability drives Innovation – Innovation drives Sustainability“

Dr. Detlef Kratz (President Group Research, BASF SE)

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. In vielen Bereichen sind Produkte und Innovationen auf Basis der Chemie der Schlüssel zu einer klimaneutralen Zukunft. Gleichzeitig ist die Produktion von Basischemikalien oft Energie- und CO2 -intensiv. Die BASF SE arbeitet intensiv daran, den CO2 -Fußabdruck ihrer Produktion und damit ihre Produkte deutlich zu reduzieren. Im Vortrag spricht Dr. Detlef Kratz unter anderem über die Arbeit zu nahezu kohlenstofffreien Produktionsverfahren oder die Klimaschutzziele sowie die Innovationspipeline der BASF SE. Im Fokus stehen grundlegende Innovationen für Produkte, Verfahren und Geschäftsmodelle. Innovation ist und wird der entscheidende Faktor für eine erfolgreiche Transformation sein.

Gründerpitch live

 

mit den Teams Aimino / Bytefabrik / Enable / FastCast Ceramics / Revo.ai / Phytonics Start der Online-Abstimmung

„Open Innovation“ – Quantencomputer brauchen eine offene Umgebung

Gregor Pillen (Vorsitzender der Geschäftsführung IBM Deutschland GmbH, General Manager Deutschland, Österreich, Schweiz)

Ein Quantencomputer wird erst zum Erfolgsmodell, wenn er in ein breites Ökosystem eingebettet ist, von ausgebildeten Expertinnen und Experten angesteuert wird und dank offener Standards für alle nutzbar wird. Dieser Standard ist die Qiskit Runtime-Software, die die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Quantenschaltungen um das 120-fache steigert. Qiskit wurde von IBM als Open-Source-Framework für Quantencomputing für eine weltweite Entwicklergemeinschaft geschaffen. Wie IBM dank dieser „Open Innovation“ das Quantencomputing der Alltagstauglichkeit einen Schritt näher bringt, erläutert Gregor Pillen, Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland, in seinem Vortrag.

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