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Wolfgang Bay, Mitglied der Geschäftsleitung der SICK AG im Interview



PRODUKTIDEEN GEMEINSAM ENTWICKELN

Wolfgang Bay ist Mitglied der Geschäftsleitung der SICK AG, zuständig für das Sachgebiet Forschung und Entwicklung und Leiter der zentralen F&E-Abteilung. Die SICK AG stellt Sensortechnik für vielfältige Anwendungen her, ist Zulieferer auch für die Logistik- und Verteilindustrie und führt ein eigenes Logistikzentrum in Waldkirch. Seit 2007 arbeiten SICK und KIT intensiv zusammen.

 

KIT: Sind autonome Logistikelemente wie KARIS die Zukunft im Lager?

Wolfgang Bay: Das kann ich zweigeteilt beantworten. Einerseits können starre Systeme die heutigen Anforderungen an Produktion und Logistik nicht mehr vollständig erfüllen und sind nicht weiter automatisierbar. Autonome, modulare und kleinskalige Lösungen wie KARIS werden wichtiger, je komplexer und variantenreicher der Materialfluss ist. Andererseits können sie die Hochleistungssysteme nicht ersetzen, sondern ergänzen.

 

KIT: Wie wichtig sind Innovationen für ein mittelständisches Unternehmen wie SICK?

Wolfgang Bay: Die Entwicklung innovativer Produkte ist essentiell, da sie die einzige Chance bietet, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir müssen unseren Kunden effektiv und zeitnah Lösungen bieten und investieren daher neun bis zehn Prozent unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

 

Welchen Anteil haben Forschungseinrichtungen wie das KIT an dieser Entwicklung?

Wolfgang Bay: Als Mittelständler betreiben wir neben der Produktentwicklung auch anwendungsorientierte Grundlagenentwicklung. Dabei benötigen wir jedoch strategische Unterstützung, unter anderem vom KIT. Forschungseinrichtungen beschäftigen mit den Lösungen für die Probleme in drei bis fünf Jahren. Das unterstützt uns dabei, abseits von Tagesgeschäft und eingeschlagenen Wegen zu denken. Mit den richtigen Partnern und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, wie sie mit Professor Furmans und seinem Team besteht, entstehen dann wertvolle Produktideen, die anschließend bis zu marktreifen Produkten weiterentwickelt werden.

Sarah Wiegräfe
Referentin NEULAND
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Innovations- und Relationsmanagement (IRM)

Telefon: +49 721 608 22612
E-Mail: sarah.wiegraefe@kit.edu

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