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Mit digitaler Bauweise zur Kreislaufwirtschaft

Ein interdisziplinäres Team am KIT entwickelt revolutionäre Ansätze für nachhaltiges Bauen und ebnet damit den Weg für eine Kreislaufwirtschaft im Bauwesen und erschließt gleichzeitig ein völlig neues architektonisches Gestaltungsrepertoire.



Das Bauwesen verursacht über 40 Prozent der globalen CO2-Emissionen – ein enormer Hebel für den Klimaschutz. Die Professur Digital Design and Fabrication (DDF) am KIT unter Leitung von Prof. Moritz Dörstelmann entwickelt revolutionäre Ansätze für nachhaltiges Bauen: Durch die digitale Neuinterpretation historischer Handwerkstechniken entstehen innovative Konstruktionsmethoden mit lokalen, nachwachsenden Materialien. Das interdisziplinäre Team kombiniert traditionelle Fachwerk-Prinzipien mit modernen Fertigungstechnologien und schafft hybride Tragstrukturen aus Holz, Weiden-Lehm-Verbund und Flachsfasern. Computerbasierte Entwurfsverfahren und KI-gestützte Planungstools ermöglichen die Bewertung komplexer Wechselwirkungen bereits im Designprozess. So werden nicht nur bautechnische Aspekte berücksichtigt, sondern auch vollständige Stoffkreisläufe – von der Wiedervernässung trockener Moorflächen über den Weidenanbau bis zur energiearmen Verarbeitung vor Ort. Diese ganzheitliche Herangehensweise diversifiziert die verfügbaren nachwachsenden Rohstoffe im Bauwesen und reduziert die Abhängigkeit von Holz als primärem Baustoff. Dies ebnet den Weg für eine Kreislaufwirtschaft im Bauwesen und erschließt gleichzeitig ein völlig neues architektonisches Gestaltungsrepertoire.

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Bild: Midjourney

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