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WAS WURDE AUS… „PHYTONICS"

Das Gründungsteam der Phytonics GmbH war 2021 mit der Idee gestartet, sich die Oberflächeneigenschaften eines Rosenblattes zu Nutze zu machen, um durch die Vermeidung von Reflexionsverlusten die Energieausbeute von Photovoltaikmodulen zu steigern. Damit wollte das Unternehmen den Photovoltaikmarkt revolutionieren. 2022 haben wir die Technologie im Magazin genauer vorgestellt, 2023 gewann das Team den Transferpreis des NEULAND Innovationswettbewerbs – seitdem konnte Phytonics einige Meilensteine verzeichnen.

Eine Photovoltaik-Anlage


Das Team startete mit einer Vision: Die Energiewende durch einen Technologiesprung in der Photovoltaik zu beschleunigen. Wie die Resonanz am Markt zeigte, war das Hauptproblem von Reflexionen nicht der Energieverlust, sondern die Blendwirkung, die von den extrem hellen Spiegelungen ausgeht. Um dieses Problem zu lösen, entwickelte das Team gezielt eine auf bionischen Mikrostrukturen basierende antireflektierende Beschichtung für Photovoltaikmodule: Mittels eines Rolle-zu-Rolle-Prozesses wird ein spezieller Lack auf eine äußert witterungsbeständige, selbstklebende Folie aufgebracht und strukturiert, wodurch die reflektierte Helligkeit von Solarmodulen um etwa 99% reduziert wird. Diese Technologie ermöglicht den Einsatz von Photovoltaik überall dort, wo aufgrund der Blendwirkung bislang keine Module aufgestellt werden durften, beispielsweise an Flughäfen oder in Autobahnnähe. Auch in Nachbarschaften sorgen blendende Solaranlagen häufig für Streit, welcher durch die Anti-Blend-Folie effizient beigelegt werden kann.

Dass Phytonics diese Marktlücke erfolgreich schließen konnte, zeigt nun der Einsatz ihrer Anti-Blend-Folien am Flughafen Brüssel. Dort setzt ein belgisches Logistikunternehmen, das seine Lagerhäuser in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Brüssel-Charleroi hat, die Folien des Spin-offs auf den Dächern der Gebäude ein. Aufgrund der Nähe zum Flughafen gelten besonders strenge Auflagen, die dank der Phytonics-Folien erfüllt werden und so die Solarstromproduktion möglich macht. Rund 40 Prozent der insgesamt 12.000 Solarmodule wurden dafür mit den Anti-Blend-Folien ausgestattet. Für Projekte dieser Größenordnung konfektioniert Phytonics die Folien bereits vorab, sodass sie sich ohne großen Aufwand direkt auf der Baustelle applizieren lassen. Das Projekt in Brüssel steht beispielhaft für einen wachsenden Einsatzbereich der Technologie. 

Seit ihrer Markteinführung im Jahr 2024 werden die Anti-Blend-Folien von Phytonics in mehreren Photovoltaikprojekten in Flughafennähe eingesetzt – also genau dort, wo Blendungen den Ausbau der Solarenergie bislang erschwerten.

Weiterführende Links:

Bilder:

  • WPD
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