Workspace Europa: Ideen vernetzen, Menschen befähigen, gemeinsam Lösungen finden
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Workspace Europa: Ideen vernetzen, Menschen befähigen, gemeinsam Lösungen finden
Die Co-Creation-Plattform EU.FFICIENT bringt Forschende, Unternehmen und die öffentliche Hand in einem digitalen Workspace zusammen - damit gute Ideen gemeinsam zu konkreten Lösungen wachsen.
Ideen entstehen nicht im Elfenbeinturm — sie entstehen da, wo Menschen mit unterschiedlichen Blickwinkeln zusammenkommen. Genau an diesem Punkt setzt die neue onlinebasierte Co-Creation-Plattform EU.FFICIENT an: Sie möchte Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung vernetzen, um gemeinsame Lösungen schneller zu formen und in die Praxis zu überführen. Die Plattform funktioniert ähnlich wie eine Social-Media-Plattform: Profile, themenspezifische Communities, Newsfeed, Chat-Funktionen sowie Lernmodule und kleine Challenges sollen ermöglichen, dass Zusammenarbeit nicht beim ersten Kontakt verbleibt, sondern in konkrete Projekte mündet. Nutzende können sich daher gezielt in moderierten Gruppen organisieren, sogenannten Communities of Expert Facilitators, in denen themenrelevante Inhalte geteilt werden und in denen aus Austausch konkrete Arbeitspakete für neue Projekte entstehen können.
EU.FFICIENT ist 2024 gestartet und wird im Rahmen von Horizon Europe gefördert. Das Konsortium umfasst Partner aus neun Ländern, darunter das IPEK - Institut für Produktentwicklung des KIT, das maßgeblich an der Konzeption und der Entwicklungsmethodik hin zum theoretischen Plattformdesign beteiligt war. Ziel des Projekts ist kein reines Netzwerk, sondern ein nutzbarer Raum für Transfer. Annika Bastian vom IPEK bringt das Vorhaben auf den Punkt: „Durch den strukturierten Austausch und die gezielte Vernetzung entsteht ein Mehrwert für alle Beteiligten – ein Schritt in Richtung nachhaltigem Technologietransfer auf europäischer Ebene.“
Praktisch sieht das so aus: Wer eine Fragestellung einbringt, etwa ein kleines oder mittelständisches Unternehmen mit einer technologischen Hürde, findet auf der Plattform mögliche Partner, Mentoren und konkrete Lernangebote. Die Plattform lädt dazu ein, eigene Challenges zu teilen und gemeinsam iterativ Prototypen und Feldversuche zu planen. Statt beim ersten Austausch stehen zu bleiben, kann auf der EU.FFICIENT Plattform Kontakt geknüpft werden, damit aus einer Idee Schritt für Schritt ein gemeinsames Projekt werden kann. Wer noch wenig Erfahrung mit transdisziplinärer Arbeit oder auch speziellen Technologiebereichen hat, erhält zusätzliche Unterstützung: Live Trainings, Events vor Ort, Vorlagen für Workshops und kurze E-Learnings zeigen, wie heterogene Teams erfolgreich zusammenarbeiten und wie aus einer Idee ein Pilot wächst. Ein Self-Assessment-Baustein hilft dabei, das eigene Wissenslevel einzuordnen und schlägt passgenaue Lernangebote vor. So wird EU.FFICIENT zu mehr als einem Meeting-Ort: zu einem Arbeitsraum plus Lernlabor, wo eingesammelte Ergebnisse und Materialien in der Community bleiben und von anderen weiterverwendet werden können. Aber Achtung: Strenge Community Regeln stellen sicher, dass Mitglieder nur teilen, was sie auch teilen dürfen.
Entwickelt wurde EU.FFICIENT iterativ mit dem Feedback von Nutzenden und realen Tests. Gedacht ist es als lebendiges Ökosystem, welches auf Open-Source-Basis beständig weiterwachsen soll. Mit dem Live-Gang der Plattform wurden zunächst vier Communities gestartet: Advanced Manufacturing, Mobility, HealthTech und AI/Digital – Bereiche, in denen Forschung und Praxis besonders eng verzahnt werden müssen. Kurz- und mittelfristig sollen tausende Fachleute erreicht werden, langfristig will das Projekt Experten in dutzenden Ländern vernetzen. Für Forschende und Transferakteure bietet sich damit eine praktische Gelegenheit: Wer nicht nur informieren, sondern gemeinsam gestalten möchte, findet hier Werkzeuge und Partner, um aus Ideen echte Anwendungen zu machen. Ein offener Kreativraum — und je mehr unterschiedliche Hände mitarbeiten, desto größer die Chance, dass aus guten Ideen echte Lösungen werden.
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