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WAS WURDE AUS… „LOGIKTRAM“

Mit dem Logistikkonzept LogIKTram wollen Forschende des KIT mit weiteren Partnern den urbanen Güterverkehr sinnvoller nutzen. Dafür sollen Schieneninfrastruktur und -fahrzeuge sowohl für den Personen- als auch für den Gütertransport genutzt werden. Im NEULAND Magazin 2024 haben wir über das Projekt berichtet, seitdem hat sich einiges getan – Zeit für einen Blick auf den aktuellen Stand des Projekts.

Eine gelbe S-Bahn rast am im Hintergrund vorbei, sodass ihre Konturen verschwinden. Davor stehen Päckchen und Pakete die auf einem Haufen gestapelt sind, zwei davon wurden am Computer mit einer gelben Farbe umgefärbt. Auf der linken Seite steht hervorgehoben – Leere mit Sinn füllen. Mittig ist das Neulandlogo abgebildet. (Bild: wong nerimo, malerapaso / iStock.com)


Aus LogIKTram wurde regioKArgoTramTrain. Das Ziel bleibt dabei jedoch unverändert: Die Entwicklung innovativer Lösungen, um freie Kapazitäten im öffentlichen Nahverkehr für den Gütertransport nutzbar zu machen. Die Grundidee ist einfach: Nicht ausgelastete Straßenbahnen, die ohnehin durch die Stadt fahren, transportieren in einem speziellen Lastenanhänger (eTrailer) neben den Passagieren auch Pakete. Der eTrailer bewegt sich an Haltstellen autonom und steigt selbstständig ein- und aus. Das vielschichtige System aus Bahn, Verkehrsregelung, Trailer und Fahrgästen dahinter war jedoch sehr herausfordernd. Wichtig war den Projektpartnern nicht nur die technische Machbarkeit, sondern auch der zu erwartende Effekt im Straßen- und Schienenverkehr.

Mit einer internen Probandenstudie auf dem Betriebshof West der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) hat das Team um regioKArgoTramTrain einen wichtigen Meilenstein erreicht, um das Zusammenspiel auszuloten. Gemeinsam mit dem Projektpartner INIT Group wurden realitätsnahe Fahrgastsituationen nachgestellt, um erste Daten aus dem Multifunktionsbereich der Bahn zu erfassen. Dieser abgegrenzte Bereich ist für den kombinierten Personen- und Warentransport vorgesehen. Bei der Erprobung schlüpften die Teilnehmenden in die Rolle unterschiedlicher Fahrgastgruppen und nutzten unter anderem Rollstühle, Rollatoren, Fahrräder und Gepäckstücke. Mit diesen „Hindernissen“ musste der eTrailer im Livetest umgehen. Die gewonnenen Kameradaten der Bahn bilden die Grundlage für eine KI-Anwendung, die künftig in Echtzeit erkennen soll, ob der Multifunktionsbereich belegt oder frei ist. So kann sichergestellt werden, dass die im Projekt entwickelten Ladeeinheiten nur dann genutzt werden, wenn ausreichend Platz für den regulären Fahrgastbetrieb vorhanden bleibt. 

Mit der Studie hat das Team einen weiteren Schritt in Richtung intelligenter und bedarfsgerechter Nutzung bestehender Verkehrsressourcen gemacht – und arbeitet weiter daran „Leere mit Sinn zu füllen“. 

Weiterführende Links:

Bilder:

  • wong nerimo, malerapaso / iStock.com
  • Amadeus Bramsiepe / KIT
  • Paul Gärtner / AVG

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